Du hast ein schönes Notizbuch gekauft. Du hast einen Stift, der eigentlich viel zu gut schreibt, um ihn nur für Einkaufszettel zu verwenden. Vielleicht liegt auch noch eine Rolle Washi Tape neben dir.
Und jetzt?
Jetzt musst du plötzlich anfangen zu journaln.
Keine Sorge. Es gibt keine Prüfung und niemand wird kontrollieren, ob deine Seiten ordentlich genug sind.
Journaling kann nämlich so ausführlich oder einfach sein, wie du möchtest. Du kannst jeden Abend eine halbe Seite über deinen Tag schreiben, aber du kannst auch drei Zeilen aufschreiben, eine Liste erstellen oder eine Seite mit Stickern und Papierstücken zukleben, die du zu schön zum Wegwerfen fandest.
Das Wichtigste ist eigentlich, einfach anzufangen.
Was ist Journaling eigentlich?
Journaling ist einfach gesagt das Führen eines persönlichen Journals. Du schreibst, zeichnest oder klebst Dinge ein, die du dir merken möchtest, über die du nachdenkst oder die dir einfach gefallen.
Für den einen ist es eine Art Tagebuch. Für den anderen ein Ort, um Gedanken zu ordnen. Und wieder jemand anderes nutzt ein Journal hauptsächlich für Listen, Pläne, Fotos, Zeichnungen und kleine Erinnerungen.
Es gibt also nicht wirklich die eine richtige Art, zu journaln.
Und das ist vielleicht das Schöne daran.
Du musst kein Schriftsteller sein. Du musst nicht jeden Tag etwas schreiben. Und du musst schon gar keine Seiten gestalten, die aussehen, als kämen sie direkt von einem perfekt gestylten Instagram-Account.
Was brauchst du, um mit dem Journaling zu beginnen?
Eigentlich überraschend wenig.
Ein Notizbuch und ein Stift reichen aus, um noch heute zu beginnen.
Alles, was danach kommt, ist vor allem schön.
1. Ein schönes Notizbuch
Dies ist vielleicht der wichtigste Teil. Schließlich wirst du darin schreiben.
Welches Notizbuch am besten zu dir passt, hängt hauptsächlich davon ab, wie du journaln möchtest.
Ein A5-Notizbuch bietet viel Platz für längere Texte, Listen und kreative Seiten. Es ist ein schönes Format, wenn du zu Hause oder am Schreibtisch journaln möchtest.
Ein A6-Notizbuch ist klein und leicht mitzunehmen. Praktisch, wenn du unterwegs schreiben oder einfach ein kompaktes Büchlein zur Hand haben möchtest.
Und dann kannst du natürlich auch noch wählen zwischen:
-
liniertes Papier
-
gepunktetes Papier
-
blanko Papier
Linien sind angenehm, wenn du hauptsächlich schreibst. Blanko Papier gibt dir alle Freiheit zum Zeichnen und Kleben. Gepunktetes Papier liegt schön dazwischen: Du hast etwas Struktur, aber die Punkte bestimmen nicht, was du mit der Seite machen sollst.
2. Ein Stift, den du gerne benutzt
Ein guter Stift macht das Schreiben einfach noch schöner. Ein Fineliner ist zum Beispiel angenehm für kleine Texte und Details. Ein Gelstift schreibt geschmeidig und ist gut für längere Abschnitte. Mit einem Brush Pen kannst du mehr mit Buchstaben und Akzenten spielen.
Und ja, natürlich kannst du auch einfach mit dem Stift journaln, der schon auf deinem Schreibtisch liegt.
Es muss kein spezielles Journaling-Exemplar sein.
Aber wenn du einmal einen Stift gefunden hast, bei dem du denkst, oh, dieser schreibt aber wirklich sehr gut, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du plötzlich überall Listen dafür machen wirst.
3. Washi Tape
Hier beginnt der Teil, der streng genommen nicht notwendig ist.
Aber sehr schön.
Washi Tape ist dünnes dekoratives Klebeband aus Papier, das du verwenden kannst, um Seiten zu verzieren, Fotos einzukleben, Teile deiner Seite zu markieren oder einfach ein bisschen Farbe hinzuzufügen.
Du kannst zum Beispiel einen Rand um einen Text damit machen, ein kleines Stück Papier ankleben oder eine ganze Seite aufteilen.
Und der Vorteil von Washi Tape ist, dass du es meistens wieder leicht entfernen kannst. Praktisch für alle, die gerne kreativ sind, aber nach fünf Minuten denken:
"Hmm. Das hatte ich mir doch anders vorgestellt."

4. Sticker, Journalpapier und andere kleine Fundstücke
Auch Sticker sind schön, um ein Journal persönlicher zu gestalten.
Verwende sie als Dekoration, um bestimmte Themen zu markieren oder einfach, weil du einen Sticker hast, den du zu schön findest, um ihn in der Verpackung zu lassen.
Und dann gibt es noch Journalpapier. Das sind lose Blätter mit Illustrationen und Mustern, die du in deinem Journal verwenden kannst, um einer Seite mehr Charakter zu verleihen. Du kannst ein Blatt ganz verwenden, kleine Stücke daraus ausschneiden oder zerreißen oder verschiedene Drucke miteinander kombinieren.
Das Schöne daran ist, dass du nicht sofort eine komplizierte Collage daraus machen musst. Ein kleines Stück Papier neben einem Foto oder unter einem Textstück kann schon ausreichen.
Bei Drawables findest du zum Beispiel das Journalpapier von Claire Paul, mit verschiedenen farbenfrohen Mustern, die du mischen und kombinieren kannst.
Dasselbe gilt natürlich für kleine Papierstücke, Tickets, Etiketten, Fotos oder Verpackungen.
Ein Museumsticket von einem schönen Tag? In dein Journal.
Eine schöne Verpackung? In dein Journal.
Ein Stück Papier, bei dem du denkst, das ist eigentlich viel zu schön, um es wegzuwerfen? Du ahnst es schon.
Auf diese Weise wird ein Journal von selbst zu einer Sammlung kleiner Erinnerungen.

Du musst dein Journal nicht schön machen
Das ist vielleicht der wichtigste Rat, wenn du gerade anfängst.
Du musst keine schönen Seiten gestalten.
Die erste Seite ist oft die schwierigste. Nicht, weil du nicht weißt, was du schreiben sollst, sondern weil du plötzlich meinst, deine erste Seite müsse aussehen, als hätte sie jemand von Pinterest entworfen.
Das muss also nicht sein.
Dein Journal gehört dir.
Eine Seite nur mit Text ist in Ordnung. Eine Seite mit einem schiefen Titel ist in Ordnung. Eine Seite, auf der du mittendrin die Farbe wechselst, weil du merkst, dass die erste Farbe doch nicht so schön war: auch in Ordnung.
Im Gegenteil, gerade diese unperfekten Seiten machen ein Journal letztendlich persönlich.
Was kannst du in ein Journal schreiben?
Eigentlich alles, was du möchtest.
Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, probiere doch mal eine dieser Ideen:
Schreibe drei Dinge auf, die heute passiert sind
Das können große Dinge sein, aber gerade kleine Dinge sind oft schön, um sie später wiederzulesen.
Notiere etwas, worüber du dich gefreut hast
Ein guter Kaffee. Ein Spaziergang. Ein Gespräch. Ein Lied, das plötzlich genau richtig war.
Erstelle eine Liste
Eine Liste von Dingen, die du noch tun möchtest, Büchern, die du lesen möchtest, Orten, die du besuchen möchtest, oder Filmen, die du noch sehen möchtest.
Listen sind übrigens eine hervorragende Möglichkeit, so zu tun, als wäre dein Leben sehr organisiert.
Schreibe auf, woran du denkst
Keine Struktur, keine schönen Sätze. Einfach schreiben.
Manchmal merkt man erst, was man von etwas hält, wenn man es aufschreibt.
Gestalte eine Seite zu einem Thema
Zum Beispiel:
Meine Lieblingsorte
Dinge, die ich diesen Monat tun möchte
Musik, die ich gerade höre
Reisen, die ich noch machen möchte
Dinge, die ich nicht vergessen möchte
Eine solche Seite muss überhaupt nicht vollgeschrieben sein. Ein paar Worte und ein paar kleine Illustrationen genügen.
Journaling mit gepunktetem, linierten oder blanko Papier?
Wenn du ein Notizbuch für dein Journaling suchst, wirst du wahrscheinlich schnell auf verschiedene Papiersorten stoßen.
Liniert
Die klassische Wahl.
Ideal, wenn du hauptsächlich schreiben möchtest und gerne etwas Halt auf der Seite hast.
Gepunktet
Gepunktetes Papier besteht aus kleinen Punkten, die ein Raster bilden.
Die Punkte geben dir eine subtile Struktur, ohne dass deine Seite voller Linien ist. Dadurch kannst du schreiben, aber auch Rahmen, Listen, Zeitpläne und Zeichnungen erstellen.
Kein Wunder, dass gepunktete Notizbücher bei Bullet-Journal-Liebhabern beliebt sind.
Blanko
Keine Linien und keine Punkte.
Also völlige Freiheit.
Blanko Papier ist besonders schön, wenn du Schreiben mit Zeichnen, Collagen oder anderen kreativen Formen kombinieren möchtest.
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7 einfache Journaling-Ideen für Anfänger
Weißt du immer noch nicht, was du auf diese erste leere Seite schreiben sollst?
Dann probiere eines dieser Dinge:
1. Schreibe über deinen Tag
Was ist heute passiert?
2. Erstelle eine Dankbarkeitsliste
Drei kleine Dinge, über die du dich gefreut hast.
3. Erstelle eine Monatsseite
Was möchtest du diesen Monat tun, sehen, lesen oder ausprobieren?
4. Erstelle eine Liste mit Favoriten
Lieblingsbücher, Filme, Orte, Rezepte, Lieder. Alles ist erlaubt.
5. Klebe etwas ein
Ein Foto, Ticket, Verpackung oder ein Stück Papier.
6. Schreibe eine Seite voller Gedanken
Kein Thema nötig. Einfach anfangen.
7. Beginne mit einem Satz
Das ist vielleicht noch das Einfachste.
Schreibe heute einen Satz auf.
Morgen schreibst du vielleicht zwei.
Und bevor du es merkst, hast du ein Journal, in dem Monate später plötzlich eine ganze Geschichte steckt.
Was brauchst du wirklich für Journaling?
Eigentlich also:
Ein Notizbuch.
Einen Stift.
Fertig.
Ein schönes Set Marker ist schön. Washi Tape ist schön. Sticker sind schön. Eine Sammlung verschiedener Stifte, mit denen man eigentlich nie alle gleichzeitig schreiben kann, ist auch schön.
Aber du brauchst sie nicht, um anzufangen.
Beginne einfach mit dem, was du bereits hast.
Und wenn du nach einer Weile feststellst, dass du doch gerne eine schöne Rolle Washi Tape neben deinem Journal hättest...
Tja. Dagegen kann ich natürlich wenig tun.
Journaling-Essentials von Drawables
Möchtest du dein Journal individueller gestalten? Dann kannst du es so umfangreich machen, wie du möchtest.
Notizbücher — eine gute Basis für jedes Journal.
Stifte & Fineliner — zum Schreiben, für Details und kleine Illustrationen.
Washi Tape — um Seiten Farbe und Struktur zu verleihen.
Sticker & Papierwaren — für kleine Erinnerungen und Dekoration.
Marker — wenn du gerne mehr Farbe verwendest.
Du musst natürlich nicht alles auf einmal kaufen. Wähle einfach das, was zu der Art passt, wie du journaln möchtest.
Fange einfach mit der ersten Seite an
Vielleicht ist das letztendlich der einzige echte Ratschlag, den ich geben kann.
Warte nicht, bis du das perfekte Notizbuch hast. Warte nicht, bis deine Handschrift schöner ist. Warte nicht, bis du genau weißt, wie dein Journal aussehen soll.
Nimm einen Stift.
Schlage eine Seite auf.
Und schreibe etwas auf.
Der Rest kommt von selbst.
Häufig gestellte Fragen zum Journaling
Wie fängt man mit Journaling an?
Beginne einfach mit einem Notizbuch und einem Stift. Schreibe zum Beispiel auf, was du heute erlebt hast, woran du denkst oder was du in nächster Zeit tun möchtest. Es gibt keine feste Methode für das Journaling.
Was braucht man für Journaling?
Ein Notizbuch und ein Stift sind ausreichend. Washi Tape, Sticker, Marker und andere kreative Materialien sind optional und können hinzugefügt werden, wenn du daran Freude hast.
Welches Notizbuch ist für Journaling geeignet?
Das hängt von deinen Vorlieben ab. A5 bietet viel Schreibfläche, während A6 leicht mitzunehmen ist. Liniertes Papier ist angenehm zum Schreiben, gepunktetes Papier gibt mehr Freiheit und blanco Papier ist praktisch, wenn du Schreiben mit Zeichnen kombinieren möchtest.
Was schreibt man in ein Journal?
Du kannst über deinen Tag, Gedanken, Pläne, Erinnerungen oder Dinge schreiben, über die du dich freust. Du kannst auch Listen erstellen, Fotos und Tickets hinzufügen oder Seiten kreativ verzieren.
Muss man jeden Tag journaln?
Nein. Journaling muss keine tägliche Verpflichtung sein. Du kannst schreiben, wann immer du das Bedürfnis dazu hast. Ein Journal ist kein Terminkalender und es gibt keine Regeln, wie oft du es benutzen musst.
